Martin Sercombe

KUNSTLABOR | MUSIK, GESPRÄCHE UND MEHR..

Martin Sercombe aus Neuseeland zeigt eine Auswahl seiner Kurzfilme und lädt zur Diskussion ein.

Sonntag, 27. September 2026 | 17.30 Uhr | Bahnhof Sternfeld | 17111 Hohenmocker
Eintritt frei
Anfahrt: bequem und günstig mit der DB und dem MV-Ticket (bis 5 Personen)

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Martin Sercombe ist ein britisch-neuseeländischer Filmemacher, Filmkünstler, Fotograf und Medienproduzent. Er begann bereits in den 1980er-Jahren, experimentelle Filme auf 16-mm-Film zu produzieren. Seine frühen Arbeiten entstanden in Großbritannien und wurden unter anderem durch den Arts Council England unterstützt. Dabei beschäftigte er sich besonders mit den Möglichkeiten des experimentellen Films und mit der Frage, wie Bilder, Bewegung, Sprache und Musik miteinander verbunden werden können.

Im Jahr 2014 zog Sercombe nach Auckland in Neuseeland. Dort setzte er seine künstlerische Arbeit fort und begann unter anderem, an der Auckland University of the Arts Filmproduktion zu unterrichten. Seine Verbindung zu Neuseeland zeigt sich besonders in seinen Landschaftsfilmen, Fotografien und Projekten mit lokalen Künstlern und Gemeinschaften.

Neben seiner Tätigkeit als Künstler ist Sercombe auch im Bereich der Medien- und Bildungsarbeit aktiv. Bereits 1980 gründete er gemeinsam mit Britta Pollmuller das Unternehmen Media Projects.  Sercombe verbindet dadurch seine künstlerische Arbeit mit pädagogischen und gesellschaftlichen Projekten. Er hat Film- und Animationsworkshops für Kinder und Jugendliche durchgeführt und an Hochschulen Filmproduktion und Animation unterrichtet. Seine Projekte entstehen häufig in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern, Musikern, Dichtern oder lokalen Gemeinschaften.

Besonders wichtig ist dabei die Landschaft. Sercombe betrachtet sie nicht nur als Hintergrund für eine Handlung, sondern als eigenständiges künstlerisches Material. Durch Mehrfachbelichtungen, lange Belichtungszeiten, Animationen, ungewöhnliche Kamerabewegungen und digitale Bearbeitung verwandelt er Landschaften in abstrakte und teilweise traumartige Bilder.

Martin Sercombe ist vor allem für die Entwicklung und Förderung des experimentellen und poetischen Films von Bedeutung. Seine Karriere zeigt, wie sich Filmkunst über Jahrzehnte hinweg verändern kann – vom analogen 16-mm-Film über digitales Video und Animation bis hin zu aktuellen Experimenten mit künstlicher Intelligenz.

Besonders interessant ist seine Verbindung verschiedener Kunstformen. In seinen Arbeiten treffen Film, Fotografie, Poesie, Musik, Animation und Performance aufeinander. Durch seine Lehrtätigkeit, Workshops und Gemeinschaftsprojekte gibt er sein Wissen an jüngere Generationen weiter und ermöglicht anderen Menschen, selbst mit Film und Animation zu experimentieren.

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